Ausgehend von repräsentativen Werkgruppen der konkreten und konstruktiven
Kunst, von minimalistischen und konzeptuellen Positionen bis zu jüngsten
Tendenzen der internationalen Kunst spiegelt die 1977 gegründete Sammlung
die wichtigsten Entwicklungen der abstrakten Kunst
im 20. Jahrhundert.
Seit der Gründung der Sammlung im Jahr 1977 ist der Bestand auf etwa
1.800 Werke von rund 300 deutschen und internationalen Künstlerinnen
und Künstlern angewachsen. Die Sammlung repräsentiert ein bedeutendes
Spektrum wichtiger Kunstentwicklungen und Bildideen des 20. Jahrhunderts
bis in die Gegenwart hinein. Sie umfasst darüber hinaus rund
dreißig große Skulpturen für öffentliche
Plätze.
Das
frühe Interesse galt den Künstlern aus dem süddeutschen Raum, daraus
hervorgehend den konstruktiven und konkreten Tendenzen, Minimalismus
und Zero: allen gemeinsam war das künstlerisch
motivierte Interesse an einem interdisziplinären Dialog zwischen bildender
Kunst, funktionalem Produktdesign, Architektur und Graphikdesign in
der Nachfolge des Bauhauses.
Dieser Ausrichtung an einem forschenden künstlerischen
Denken ist die Daimler Kunst Sammlung bis heute verpflichtet,
ein Denken, das sich auch stets dem Menschen, seiner Phantasie und Innovationskraft
gewidmet hat.
Die
zeitgenössische internationale Kunst ist mit renommierten Namen und
Nachwuchskünstlern vertreten, die als Fortführung
abstrakt-minimalistischer Positionen gelesen werden können. Künstler
der klassischen Moderne und der Avantgarde der 60er / 70er Jahre - wie
Josef Albers, Daniel Buren, François Morellet, Gottfried Honegger, Friedrich
Vordemberge-Gildewart, Richard Artschwager, Robert Ryman oder Herman
de Vries - stehen neben jungen Künstler/innen wie Doug Aitken, John
M Armleder, Tacita Dean, Cor Dera, Sylvie Fleury, Gail Hastings, Isabell
Heimerdinger, Gerold Miller, Jonathan Monk, Kirsten Mosher, Ugo Rondinone,
Karin Sander, Pietro Sanguineti, Simone Westerwinter, Georg Winter oder
Andrea Zittel.