Sammlung Daimler
   

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Daimler Contemporary       
20. Juni – 21. September 2008

 

 

 

 

Private / Corporate V
Ein Dialog der Sammlungen Lafrenz, Hamburg, und Daimler

     
   

 

 

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Publikation

   
     

 

 

 
   


Johannes Esper,
Winkel, 2004

 



Katja Strunz
Konfiguration, 2006

Einführung

Die Sammlung Lafrenz konzentriert sich auf Positionen der Minimal und Concept Art, Post Painterly Abstraction, Land Art und Arte Povera. Begründet in den 1970er Jahren von Dr. Klaus und Rosemarie Lafrenz, stand sie mit ihren Arbeiten Pate bei der Gründung des Neuen Museums Weserburg Bremen, das als Prototyp des Sammlermuseums gilt. Parallel ist ein Teil der Sammlung Lafrenz stets als Leihgabe in der Kunsthalle Hamburg sowie in verschiedenen nationalen und internationalen Ausstellungskontexten gezeigt worden.

Als Ältester der vier Kinder hat Björn Lafrenz nach dem frühen Tod des Vaters die kuratorische Fortführung und Präsentation der Sammlung als privates Engagement übernommen. So verfolgt er unter anderem die Ursprungsidee weiter, nicht primär Werkgruppen, sondern Einzelwerke verschiedener Künstler, von den 1960er Jahren - wie beispielsweise Judd, Ryman, Serra, LeWitt, Marden, Mangold, Novros - bis heute, in neue Dialogsituationen zu bringen. Von der Architektur kommend gilt sein besonderes Interesse auch den räumlichen Wechselwirkungen. Zu den vor allem amerikanischen Klassikern - aber auch deutschen Positionen wie Albers, Erben, Palermo oder Ruthenbek - sind inzwischen aktuelle Positionen hinzugekommen, von denen hier Johannes Esper, Frank Gerritz, oder Liam Gillick zu sehen sind.

Für unsere Ausstellung ›Private/Corporate V‹ hat Björn Lafrenz aus dem Spektrum der elterlichen Sammlung die klassischen amerikanischen Protagonisten der Minimal Art ins Zentrum gerückt - Judd, LeWitt, Marden, Novros, Ryman, McCracken - und diese mit Positionen wie Palermo, Gerritz und Esper ebenso streng wie systematisch und homogen vertieft.

Vor dieser Folie gewinnt der Ansatz der Daimler Kunst Sammlung um so deutlicher Kontur, wie er sich in der Auswahl für ›Private/Corporate V‹ spiegelt:
Die Minimal Art von hartnäckigen Randpositionen her neu in den Blick zu nehmen - Posenenske und Schene stehen hierfür, aber selbst Darboven und Walther sind in monographischen Darstellungen zur Minimal Art nur bedingt wahrgenommen worden
- und den Minimalismus aus der Haltung der Dekonstruktion, der Brechungen und ›Verunreinigungen‹ her - Jonathan Monk, Tom Sachs, Katja Strunz - auf seine Substanz und Tragfähigkeit zu prüfen.

     

 

 

 
           
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