
John
Nixon
*1949 in Sydney, AUS
Berlin Project Room EPW:O
Der
Berlin Project Room EPW:O entstand während eines dreitägigen Aufenthalts
von John Nixon in Berlin. Der Künstler verglich das Entstehen dieses
Raumes mit einer Konzertaufführung, in die er die konzeptuellen und
ideellen Aspekte seiner methodologischen Praxis einfließen läßt.
Für
Nixon ist die "Radikale Moderne (historische Avantgarde) ein unbeendbares
Projekt, das das Verlangen nach Experiment und die Geschichte dieses
Experiments darstellt. Mein Interesse ist nicht so sehr eine Rückkehr
zur Geschichte als eine Entwicklung dieser Geschichte. Ich sehe meine
Arbeit als eine Fortführung des Projekts der radikalen Moderne."
Experimental
Painting Workshop (EPW:O) bezeichnet sein 1968 begonnenes Projekt zur
Befragung der nichtgegenständlichen Malerei. Wesentliche Bezugspunkte
Nixons sind Malewitschs "Schwarzes Quadrat", das die Idee der Selbstbezüglichkeit
und Absolutheit der Malerei prägte und Duchamp, dessen "Readymades"
alltägliche Objekte in den Kunstkontext überführten. Nixon schöpft die
Möglichkeiten von Monochromie und Readymade aus, entwickelt sie innerhalb
seines Oeuvres im Dialog mit anderen Protagonisten der Moderne, wie
etwa EL Lissitzky, Piero Manzoni sowie den Minimalisten weiter. Dabei
legt er die Beschäftigung mit ihnen ähnlich einer Versuchsreihe in einem
empirischen Forschungsprojekt an.
Der
als Labor inszenierte Berlin Project Room legt Nixons Methoden zur Analyse
der abstrakten Kunst der Moderne offen und gibt über den aktuelle Stand
seiner Fortführung des 'Projekts der Moderne' Auskunft.
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